Zwischenraum / Space Between
Schwarzes Acrylglas, 2026Manchmal lohnt es sich, nicht das Objekt selbst zu betrachten, sondern den Raum dazwischen.
Zu dieser Skulptur haben mich zwei Gedanken inspiriert. Der erste stammt aus Betty Edwards’ Zeichenmethode des „Negative Space“. Sie zeigt, dass sich das Sehen verändert, wenn wir beginnen, den Zwischenraum statt des eigentlichen Motivs wahrzunehmen.
Der zweite führt zu Rubins Vase, dem berühmten Wahrnehmungsbild von Edgar Rubin. Je nach Blickwinkel erscheinen entweder zwei einander zugewandte Gesichter oder eine Vase – Figur und Hintergrund wechseln sich ständig ab.
Dieses Bild hat mich über viele Jahre auch in interkulturellen Trainings begleitet. Es erinnert daran, dass Wahrnehmung nie eindeutig ist und sich Perspektiven verändern können.
Mit „Zwischenraum | Space Between“ habe ich diesen Gedanken in eine dreidimensionale Form übersetzt.
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