Kunst und Wirtschaft

Künstlerisches Arbeiten und wirtschaftliches Denken werden häufig als Gegensätze verstanden. Dabei verfolgen beide Bereiche ein ähnliches Ziel: den konstruktiven Umgang mit Komplexität, Unsicherheit und Veränderung.

Künstlerische Prozesse sind offen, dialogisch und nicht vollständig planbar. Sie erfordern die Bereitschaft, sich auf Ungewissheit einzulassen, Entscheidungen im Prozess zu treffen und auf das Entstehende zu reagieren. Diese Form des Arbeitens fördert Kreativität, Resilienz und eine hohe Problemlösungskompetenz – Fähigkeiten, die auch in wirtschaftlichen Kontexten zunehmend an Bedeutung gewinnen.

In der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung wird Kreativität jedoch häufig als persönliche Eigenschaft verstanden, nicht als erlernbare oder erfahrbare Kompetenz. Gleichzeitig zeigt die künstlerische Praxis, dass schöpferische Fähigkeiten durch Übung, Offenheit und Prozessarbeit gezielt entwickelt werden können.

Vor diesem Hintergrund sehe ich großes Potenzial darin, künstlerische Arbeitsweisen stärker in unternehmerische und institutionelle Kontexte einzubeziehen – etwa durch Kunstkurse, künstlerische Workshops oder kreative Freiräume für Mitarbeitende. Solche Formate können den Zugang zu inneren schöpferischen Kräften fördern und damit Denkbeweglichkeit, Innovationsfähigkeit und Selbstwirksamkeit stärken.

Auch der schulische Kunstunterricht erhält in diesem Zusammenhang eine neue Bedeutung: Er ist nicht allein ästhetische Bildung, sondern eine grundlegende Erfahrungsform für kreatives Denken, Wahrnehmung und eigenständiges Handeln.

Langfristig kann eine stärkere Verbindung von Kunst, Bildung und Wirtschaft einen Beitrag zur Innovationskraft und kulturellen Widerstandsfähigkeit leisten – und damit auch zum Wirtschaftsstandort Deutschland. Kreativität ist keine Randkompetenz, sondern eine zentrale Ressource.

Beitrag von Rotary Club Nürtingen-Kirchheim/Teck

Rotary Club Nürtingen-Kirchheim/ Teck

Spielt Kunst mit dem Sinn? Oder ist der Sinn der Kunst das Spiel? – Fragen, die im Kopf kursierten im Raum, nachdem Alexandra Fischer-Herl ihren Vortrag mit dem Titel „Sinnspiel Kunst“ – beendet hat. Mit einem überraschenden Bogen den sie von der Kunst zur Unternehmenswelt schlägt, nutzte Alexandra Fischer-Herl ihren betriebswirtschaftlichen Hintergrund um letztlich auch den letzten Zuhörer ihres Vortrages zu fesseln.
Der Vortrag war am: 8.11.2023

Quelle: https://de.linkedin.com/posts/rotary-club-n%C3%BCrtingen-kirchheim-teck_alexandra-fischer-herl-%C3%BCber-sinnspiel-kunst-activity-7130247583377051648-N9JK

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